"Eine gespaltene Meinung!"
Ja, ich glaube so lautet unser aller Fazit für die Zeit auf Koh Chang. Als wir voller Vorfreude Bangkok gen Süden verließen, freuten wir uns vor allem auf zwei Kontraste. Den Großstadttrubel gegen die Einsamkeit zu tauschen zum Einen und weniger "hinterlistigen" Menschen zu begegnen zum Anderen.
Gut, das mit der Einsamkeit ist uns zum Teil gelungen. Ein Bungalow in einer kleinen, jedoch sehr netten Hotelanlage mit Pool. Für unsere Verhältnisse sehr gut ausgestattete Zimmer - fast schon Luxus. Zudem sehr zuvorkommendes Personal. Daumen hoch! Was haben wir noch? Ach ja, blauer Himmel, 34 Grad, Strand, Palmen und ein blaues Meer! Klingt paradiesisch, war es auch! Gegen die Bilder lohnt es sich nicht zu argumentieren.

Doch so ruhig und abgeschieden wie wir hofften, war es dann doch nicht. Die Anzahl der Touristen ist in den letzten Jahren exponentiell gestiegen, vorbei also die Zeit von Koh Chang als der "Geheimtipp" für Backpacker. Ressorts, Hotels und westliche Restaurants schießen überall aus dem Boden. Die ganze Insel hat ihren Lebenstakt den Touristenmassen verschrieben. Die wenigen Außnahmen muss man suchen.
Wir haben es versucht und nach einem Ruhetag an Strand und Pool zwei Roller gemietet und sind auf die Suche nach dem Long Beach gegangen - dem letzten wirklich einsamen Strand auf Koh Chang (so der Reiseführer). Was haben wir gefunden? Zunächst ein Fischerdorf in dem wir erahnen konnten, wie die Menschen ohne Touristen leben (die Ostseite der Insel ist nur sehr spärlich besiedelt und deshalb kaum touristisch erschlossen). Dort fanden wir auch ein wirklich empfehlenswertes kleines Restaurant, dessen Namen unser leider unbekannt blieb. Es liegt direkt neben dem Mangroves Hotel und die Familie, die diesen ruhigen Ort bewirtschaftet ist sehr herzlich, das Essen und lecker und die Preise sehr human. Wir haben unser Mittag dort sehr genossen und koennen es als Geheimtipp fuer alle Besucher von Koh Chang nur weiterempfehlen.
Folgen von den Kraeften der Natur, sowie der Nachlaessigkeit der Thais konnten wir auch kurze Zeit spaeter am Long Beach sehen. Zunaechst eine komplett zerstoerte Strasse, dann ein komplett vermuellter Strand, der eigentlich die Bezeichnung paradiesig verdient. Menschenleer, abgeschieden und ruhig. Und leider verwahrlost. Welch ein Trauerspiel.
Die Tage auf Koh Chang blieben wechselhaft. Mister Raht fuehrte uns z.B. durch den Dschungel der Insel. Ein Erlebnis, keine Frage. Spinnen, Affen und weitere Tierchen warteten auf der Ganztagestour. Unser Fuehrer hat den Weg durch den sonst nicht erschlossenen Urwald selbst erkundet und kennt ihn wie wahrscheinlich kein Zweiter. Das wir an dem Tag geschwitzt haben wie noch nie zuvor in unserem Leben, war zu erwarten und wurde durch die Erfrischungen an den kleinen Wasserfaellen wieder gut gemacht. Das Wasser in den Bergen verdient im Vergleich zum lauwarmen Meer auch die Auszeichnung "Kuehlschrank".
Einziger Wehrmutstropfen blieb dann doch: Die recht grosse Gruppenstaerke von 15 Personen. Etwas zu viel, nach unserem Geschmack. Und um nicht weiter in negative Worte zu verfallen, erspare ich mir jeden Kommentar ueber unsere Bootstour mit Schnorcheleinheiten. Ein einziger grosser Reinfall. Nur den Russen, denen gefaellts.
Was bleibt also als Fazit nach 6 erlebnisreichen Tagen auf Koh Chang: Ja, Erholung haben wir gefunden. Wir hatten tolles Wetter, einen Pool, eine tolle Unterkunft, jeden Tag leckeres Essen und Zeit zum Ausspannen. Doch die voellige Abgeschiedenheit, mehrheitlich nette und zuvorkommende Menschen, die einem nicht nur etwas verkaufen wollen, das haben wir auf Koh Chang nicht gefunden. Leider. Nichtsdestotrotz, hat sich die Reise in den Sueden gelohnt und nun sind wir gespannt, was der Norden von Thailand zu bieten hat.
Ps.: Weil der Blogpost noch auf eine Internetverbindung warten musste, kann vermeldet werden, dass der Norden uns sehr freundlich und mit vielen Leckerein begruesst hat, doch dazu im naechsten Post mehr, bleibt neugierig.
Happy Birthday,liebe Anne! Wir möchten dir auf diesem Wege ganz liebe Geburtstagsgrüße senden. Auch alle deine lieben Verwandten aus Magdeburg, Güsen,Jena und Apolda gratulieren ganz herzlich.
AntwortenLöschenAufgrund der Zeitverschiebung ist bei dir der Tag ja schon fast vorbei. Wir hoffen,ihr habt ihn gebührend begangen und auch wir werden heute noch auf dich anstoßen!
HDGDL Mama und Papa