Zuerst einmal ein Wort zu Laos Bevölkerung: Das Land besteht aus 49 verschiedenen Ethnien, wobei diese Anzahl vor nicht allzu langer Zeit noch bei 68 lag. Von den 49 unterschiedlichen Zweigen hat jeder eine eigene Sprache entwickelt, die für sich einzigartig ist. 3 Ethnien haben dazu auch noch eine eigene Schriftsprache herausgebildet. Somit kann man bei Laos ohne Zweifel von einem Vielvölkerstaat sprechen. Dabei gibt es nicht den Laoten, sondern vielmehr stellen die ethnischen Minderheiten die Mehrheit der Laoten dar. Eine populäre offizielle Unterscheidung trennt die Bevölkerung in drei Gruppen auf, je nachdem in welcher Höhe sie leben. Selbstverständlich ist diese Trennung heute kaum noch haltbar.
Wir haben uns in der Stadt Luang Namtha im Norden von Laos zu einem Ausflug zu einer dieser ethnischen Minderheiten entschieden. Im Gegensatz zum Süden von Thailand, wo der Massentourismus längst angekommen ist, scheint man in Laos den Weg des Ökotourismus zu suchen. Eine Vielzahl von Anbietern bieten Touren u.a. zu den Dörfern der Lantern, Akha oder Khmu an. Nach einer langen und schwierigen Auswahl haben wir uns für eine zweitägige Trekking Tour zu den Khmu und Lantern entschieden. Dabei wird bei jedem Anbieter darauf geachtet, dass ein Teil der Einnahmen den Dörfern zu Gute kommt.