Unsere erste große Etappe ist vorüber. Knapp sechs Wochen sind wir zu dritt durch die Länder Thailand, Laos und Vietnam gereist. Am Ende stand dann noch Malaysia mit Kuala Lumpur auf dem Programm. Wir konnten in dieser Zeit zahlreiche Eindrücke gewinnen und die Menschen in ihrem Tun beobachten. Auch haben wir Einblick in die Kultur und Religion nehmen können.
Was bleibt nach dieser Zeit als Fazit zu sagen? Man kann nicht von Südostasien sprechen und von einem gleichen Raum ausgehen. Jedes Land ist auf seine Weise unterschiedlich. Auch die Menschen unterscheiden sich voneinander, besonders in ihren Gepflogenheiten.
Thailand ist das Land, was für Touristen sicherlich am einfachsten zugänglich ist. Oft trifft man auf freundliche Menschen und die (touristische) Infrastruktur ist auf einem hohen Niveau. Uns hat sicherlich der Norden mit den sehr schönen Städten Sukothai und Chiang Mai am besten gefallen. Aber auch wer auf Baden und Strand steht, kommt in diesem Land voll auf seine Kosten, muss aber genau schauen, wo er seine Zeit verbringt. Denn der Massentourismus ist hier auch angekommen. Hier durften wir auch unsere Erfahrungen sammeln.
Laos besticht durch seine einmalige Ursprünglichkeit. In keinem anderen Land hatten wir das Gefühl, so in der Zeit zurück versetzt zu sein. Unsere Trekkingtour hat uns einen Einblick in die Dörfer der ethnischen Gruppen gegeben. Diese Dörfer sind aber in Laos kein Einzelfall, sondern die Regel. Die Menschen sind hier sehr zurückhaltend und freundlich. Das macht alltägliche Dinge oft einfacher und angenehmer. Dafür muss man als Reisender einige Strapazen auf sich nehmen und benötigt insgesamt für den Transport viel mehr Zeit. Ich hoffe für Laos, dass es mit einem sanften Tourismus seine Wurzeln erhalten kann. Als Ausgangspunkt für eine Laosreise ist Luang Prabang sicher eine sehr gute Wahl.
Vietnam ist ein starker Kontrast zu Laos. Wie Jan schon geschrieben hat, wechseln sich Hochs und Tiefs ständig ab. Auch leben in Vietnam deutlich mehr Menschen, sodass ständig was los ist. Ursprüngliche Landschaft gibt es hier weniger. Leider bleibt stark in Erinnerung zurück, dass für die meisten Menschen nicht dein Wohl, sondern ihr Wohl im Vordergrund steht. Als Fremder muss man so immer auf der Hut sein. Das strengt an und geht auch anders.
Kuala Lumpur geht schon den Weg Richtung westliche Stadt und gibt sich große Mühe in Sachen Sauberkeit und Verkehr. Leider gelingt noch nicht alles (Zusatz von Anne: Beispielsweise sind die Verkehrssysteme des ÖPNV bisher wenig vernetzt, sowohl in der Gestaltung der Haltestellen als auch der Tarife). Die Stadt strahlt eine vergleichsweise angenehme Ruhe aus und man kommt einfach an seine Ziele. Gespannt wäre ich aber darauf, zu sehen, wie das wahre Malaysia aussieht.
Wir hatten eine tolle Zeit in Südostasien und zu keinem Zeitpunkt Angst um uns oder unser Gepäck. Die kulturellen Unterschiede sind oft stark zu spüren und man fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Trotz alledem streben vor allem die Städte nach westlichen Wohlstand und passen ihre Lebensweise darauf an. Ich denke, in nur wenigen Jahren wird hier vieles völlig anders aussehen.
Anne und ich freuen uns jetzt auf Australien und hier besonders auf das mildere Klima und das Essen (Na gut, ich vermutlich am meisten ;-) ). Jan macht sich auf den Rückweg und macht sich in Singapur einen Eindruck, wo die Reise der asiatischen Länder hin geht. Danach genießt er sicher die tollen Eindrücke, die er mit uns gesammelt hat und richtet seine Wohnung asiatisch ein.
Sicht auf Downtown Kuala Lumpur
Petrona Towers












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