Montag, 6. Mai 2013

No worries - Angekommen in Down Under

Keine Sorge, wir sind noch nicht verloren gegangenem australischen Busch. Der Grund für das lange Warten auf den nächsten Blogeintrag liegt eher in der geringeren WLAN-Dichte hier, was auch daran liegt, dass wir hier ganz auf Camping eingestellt sind.

Aber von vorn: Vor gut einer Woche sind wir in Sydney gelandet. Die Nacht im Air Asia-Flieger nicht unbedingt das, was man komfortabel nennt. Der tolle Blick auf den Hafen der Stadt hat uns aber etwas entschädigt. Die ersten Tage nutzten wir sofort, um uns auf die Suche nach einem Auto zu machen, um flexibel und unabhängig zu sein. Das Rennen hat nach 3 Tagen Rumtelefonieren, Preisvergleichen und Probefahren ein weißer Holden Commodore gemacht. Das ehemalige Familienauto hat einen guten Eindruck gemacht und die Freundlichkeit der Besitzer hat uns schließlich überzeugt. Einen vollen Tank, Hilfe bei der Ummeldestelle und eine Packung frische Eier der eigenen Hühner gab es gleich dazu.

 

Mit dem Auto haben wir uns dann auch direkt auf den Weg gemacht in die Blue Mountains. Vom Gebiet her ist es ein Sandsteingebirge, aber noch beeindruckender als das Elbsandsteingebirge. Kennzeichnend sind tief eingeschnittene, dicht bewaldete Schluchten und Täler, die einmalige Ausblicke erlauben. Einer der besten Wanderwege, den wir in 4 Stunden absolviert haben, ist der Grand Canyon Walk, bei dem man durch eine Tiefe Klamm läuft. Dabei erstrecken sich die Felswände mehrere dutzend Meter in die Höhe. Dafür war die erste Nacht in den Bergen bei nur 3 Grad eine echte Herausorderung. Aber keine Sorge, wir haben aufgerüstet!

 

Nach 2 Tagen ging es weiter Richtung Norden durch den Wollemi Nationalpark. Ein Highlight der Strecke war das Roadhouse "Grey Gum Café" mit einer Campingfläche so groß wie ein Park: Am Abend gab es unsere ersten selbstgemachten Burger mit australischem Beef und am nächsten Morgen konnten wir eine heiße Dusche genießen.


 

Unser nächstes Ziel war das Hunter Valley, eines der größten Weinanbaugebiete Australiens. Hier genießt man auf hohem Niveau international prämierte Weine bei Käse und Schokolade - also eher etwas für den größeren Geldbeutel. In einem Weingut konnten wir dennoch einige Weine verkosten und haben uns auch für eine Flasche Weißwein entschieden.

 

Als Kontrast zu diesem eher gediegenen Gebiet hatte sich Tim dann für eine eigentlich eher Allrad-geeigneten Waldweg zu einem abgelegenen Campingplatz ausgesucht (sehr zur Freude der Beifahrerin..). Ausgewaschene Wege und steile Abfahrten rüttelten uns ordentlich durch. Schließlich erreichten wir aber wohlbehalten den schönen Wald-Campingplatz an einem Bach - nur verlassen war er nicht. Der Grund war einfach: Es war Anzac Day, ein australischer Feiertag und viele nutzten das verlängerte Wochenende zum Camping (der Australier zeltet nicht im klassischen Sinne, sondern schleppt seinen halben Haushalt inklusive Motorräder und Co. mit).

 

Es stellte sich heraus, dass unser Auto ein Problem mit der Kupplung hatte, die wir in der nächstgrößeren Stadt Newcastle beheben lassen wollten. Am Freitagnachmittag konnte man uns leider nicht mehr weiterhelfen - ähnlich wie in Deutschland. Daher "mussten" wir übers Wochenende auf einem Campingplatz in der Nähe verbringen. Dieser war mit Barbeque, heißer Dusche und Pool ausgestattet, was uns das Warten "versüßte". Montag war dann alles wieder in Ordnung, wir um einige Dollar leichter und die Reise konnte weitergehen. Hoffen wir, dass der Commodore jetzt bis zum Schluss durchhält!

 

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