Mittwoch, 29. Mai 2013

Abgetaucht in eine andere Welt

Was wäre ein Australienbesuch ohne ein Schnorchelausflug zum Great Barrier Reef? Zum über 1000 km langen Riff kommt man am besten, indem man eine Bootstour bucht. Noch besser ist es allerdings meiner Meinung nach, wenn man einen Flug zu einer kleinen Insel bucht, von der man direkt das Great Barrier Reef erschnorcheln kann. Und genau das haben wir gemacht. Einmal tief in die Tasche gegriffen und schon geht's los!

Während am Vortag das Wetter mäßig war und einige Schauer übers Land zogen, genossen wir einen zwar frischen aber wolkenlosen Tag. Das erste Erlebnis ist natürlich der Flug von Hervey Bay zur Insel Lady Elliot. Zwei kleine Chessnas nehmen jeweils Rund neun Personen auf. Die Hälfte der Leute verbrachte auch gleich einige Tage im Ressort auf der Insel. Sollten wir uns unbedingt für das nächste Mal merken! Das Beste an solch einem Flug ist es, die Insel und das darum liegende Riff aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Wirklich einmalig! Daneben ist aber auch das Fluggefühl in einer so kleinen Maschine super. Jede Luftverwirbelung verursacht ein direktes Feedback und die Ladung auf der Graspiste ist mal was anderes. Vor allem Anne genießt sowas sehr ;-)

 

Einmal angekommen, wurden wir von sehr freundlichen Personal begrüßt. Unser Guide war auch gleichzeitig Wissenschaftlerin und konnte uns somit viel über das Leben am und um das Riff erzählen. Zum Beispiel ist das Riff ein Hartkorallenriff und daher nicht so bunt wie man es von Fotos kennt. Die bunten Korallen findet man eigentlich nur in tieferen Gewässern. Nur Nachts kommt bei Hartkorallen diese Färbung zustande, da der Organismus dann Nahrung aufnimmt.

 

Erster Tagesordnungspunkt auf der Insel war eine Fahrt auf einem Glasboden-Boot. Wie ein kleines Landungsboot kann man dieses direkt vom Strand aus betreten (außer man hat Ebbe). Cool war dann aber die Fahrt. Die See war so aufgewühlt, dass das Stehen an Board nicht möglich war. Die Meerestiere genießen diesen Seegang aber mehr als wir Landratten und so hatten wir das Glück, einen Rochen und mehrere Meeresschildkröten zu sehen. Nach ca. 30 min wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir jetzt Schnorcheln können. Garnicht so leicht Schnorchelausrüstung bei diesem Wellengang anzulegen. Aber man muss ja nur ins Wasser!

 

Vor allem auch bei unserem zweiten Schnorchelgang am Nachmittag (die See hatte sich um einiges berühigt) konnten wir tolle Eindrücke von dieser lebendigen Unterwasserwelt sammeln. Dank den Korallen spielt sich soviel Leben in diesen Gebieten ab, dass man zahlreiche Fische in unterschiedlichsten Farben und Größen bewundern kann. Daneben haben wir Meeresschildkröten in ihrer gemütlichen Art beobachtet. Nicht zuletzt hatten wir auch das Vergnügen, einem Hai zu begegnen. Sah aus wie die Großen, soll aber ungefährlich sein. Aber wenn man ehrlich ist, macht einem ein solches Tier schon Respekt. Letztendlich können wir uns im Vergleich zu den Tieren hier nur sehr schlecht bewegen und wirken fehl am Platz. Abgerundet wurde das Programm noch durch einen Riff-Walk, bei dem man einige Tiere auch mal in die Hand bekommt, wie z.B. eine Seegurke oder einen Seestern. Super erklärt und ohne Guide würde ich zumindestens kaum etwas erkennen.

 

Der Tag war leider im Nu rum, aber es war ein Highlight unser bisherigen Welttour. Wir können nur jedem empfehlen, einmal in einem so lebendigen Riff zu Schnorcheln oder zu Tauchen. Man bekommt einen ganz anderen Blick auf die Unterwasserwelt.

 

 

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