Samstag, 8. Juni 2013

Australische Gastfreundschaft

Unsere zweite Woofing-Erfahrung war in vielerlei Hinsicht ein Kontrast zu unserem Aufenthalt auf der Rinderfarm vor einigen Wochen: die Größe der Farm (200mal kleiner), Anzahl der Kühe (von 1000 auf 6) und die Wetterbedingungen. Während es bei Farmer Tim seit zwei Monaten nicht geregnet hatte, waren wir diesmal jeden Tag für ein paar Stunden buchstäblich in den Wolken und statt Dürre sind hier Überflutungen ein Problem. Die Farm, auf der wir vier erlebnisreiche Tage verbrachten, liegt im Hinterland von Queensland etwa 200 km von Brisbane entfernt. Aufgenommen wurden wir von den Lahey's, einer Familie wie sie gastfreundlicher nicht hätte sein können!

Anna und Allan sind beide berufstätig und betreiben die Farm quasi "nebenbei". Anna arbeitet 3 Tage die Woche als Grundschullehrerin, ihr Mann Allan ist Highschool-Lehrer und beide werden von ihren beiden zuckersüßen Söhnen Ellis und Olli (4 und 2 Jahre alt) auf Trab gehalten. Trotz seinem Vollzeitjob hat Allan große Pläne für die Bewirtschaftung des idyllisch gelegenen Grundstückes. Ein Großteil der Farm machen etwa 400 Avocado-Bäume aus, außerdem gibt es Orangen- und Zitronenbäume, Kiwisträucher, einen Gemüsegarten, einen Hühnerstall, zwei Ziegen und zwei Hunde.

Unsere Arbeit bestand darin, die begrünte Auffahrt und den Garten hinter dem Haus vom Unkraut zu befreien (viele Male haben wir den Anhänger beladen), die Hühner zu füttern und die Kiwisträucher zu beschneiden. Außerdem hatten wir viel Spaß mit Ellis und Ollie und genossen die Kochkünste von Anna, wobei wir einen Abend für das Essen verantwortlich waren und als typisch deutsches Gericht gab es also mal wieder Kartoffelsalat und zum Nachtisch Haribo-Gummibärchen.

Eine Sache haben wir bei dem inzwischen etwas herbstlichen Wetter aber vermisst und das ist ein Haus nach deutscher Bauart! Australier bauen Sommerhäuser aus Holz, mit dünnen Wänden und ohne Zentralheizung und das obwohl es nachts schon jetzt teilweise nur 5 Grad sind. So kam es, dass wir tatsächlich schon Glühwein getrunken haben und wie gesagt, ein deutsches Haus jetzt mehr zu schätzen wissen!

Ansonsten haben wir aber einmal mehr sehr sehr freundliche Menschen kennen gelernt, die uns in diesen 4 Tagen wirklich wie einen Teil ihrer Familie aufgenommen haben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen