Montag, 17. Juni 2013

Ein Hoch auf unser Auto!

Wir stoßen an auf einen treuen Weggefährten, der uns 4000 km durch Australien begleitet hat. Nun war es Zeit, dass sich unsere Wege wieder trennen und wir nehmen das zum Anlass noch einmal an die vielen schönen gemeinsamen Stunden zurück zu denken. Die Rede ist natürlich von unserem Holden Commodore, den wir erfolgreich wieder verkauft haben! Prost!

Trotz einer notwendigen Reparatur und den Mühen des Autoverkaufs sind wir letztendlich sehr froh, dass wir uns für ein Auto entschieden haben. Wir waren flexibel, konnten uns fantastische Campingspots aussuchen und das beeindruckende Hinterland erkunden. Dazu gehören definitiv die schnurgeraden Straßen, die riesigen LKWs und Schildhalter (hier gibt es tatsächlich Leute, deren Job es ist, vor einer Baustelle oder auch an Fußgängerüberwegen ein Schild mit dem entsprechenden Warnhinweis zu halten!).


Auch zum Wäsche aufhängen eignete sich der Commodore..

Nachdem wir unserer letzten Woofing-Familie verabschiedet hatten, legten wir den Rückweg nach Sydney in 3 Tagen zurück. Eine Nacht verbrachten wir auf einer Raststätte im winzigen Städtchen Nobby gegenüber dem örtlichen Pub, der irgendwie auch seinen Charme hatte. Wie so oft trafen wir hier vor allem australische Reisende an. Einer von ihnen hisste am Abend die Nationalflagge - australischer Nationalstolz an einem Mercedes Benz..

Weiter ging es nach Tamworth, einer Hochburg für Country-Musik. Jedes Jahr findet hier das größte Country-Festival des Landes statt. Aus diesem Grund wurde als Wahrzeichen der Stadt eine übergroße goldene Gitarre erbaut, die "Big Golden Guitar".

Ihr merkt schon, ich hätte den Blogeintrag auch "Australische Kuriositäten" nennen können.. Aber zurück zum Auto: Zurück in Sydney mussten wir uns also an die Arbeit machen. unser Auto wurde geputzt, ausgeräumt und abfotografiert, unsere Verkaufsanzeige in etlichen Hostels ausgehängt und im Internet platziert. Und dann passierte erst einmal lange gar nichts.. Halb so schlimm, wir wollten ja sowieso noch die Stadt erkunden. Nachdem dann aber immer noch nichts passiert war, änderten wir die Strategie. Wir beschlossen, unser Auto auf dem "Automarkt" in Kings Cross anzubieten, was bedeutete, dass wir die folgenden 3 Tage in einer Tiefgarage verbrachten und mit anderen teilweise schon sehr frustrierten Backpackern auf potenzielle Käufer warteten. Am dritten Tag hatten wir schließlich das Glück, einen Käufer zu finden: Ein Italiener. Er entschied nichts ohne seinen Bruder, dafür aber nach einer abenteuerlichen Probefahrt auch ohne einen Blick in den Motorraum.

Wir freuen uns natürlich sehr über den erfolgreichen Verkauf, damit sind aber leider auch unsere verbleibenden Tage in Australien gezählt. Schön war's! Vielleicht kann uns Hawaii ja trösten ;)

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